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Polarisation der Aufmerksamkeit Montessori

Posted in Grundlagen von admin am 19. Mai. 2010

Das Phänomen der Polarisation der Aufmerksamkeit wurde 1907 von Maria Montessori, einer italienischen Ärztin und Pädagogin, entdeckt.

Polarisation der Aufmerksamkeit beschreibt den Zustand der tiefen Konzentration, in den ein Kind beim Spielen mit einem didaktischen Material geraten kann. Durch die freiwillige Konzentration und dem ständigen Wiederholen einer Übung ist der Lernprozess besonders intensiv.

Der gesamte Lernprozess der Polarisation der Aufmerksamkeit lässt sich in drei Stufen einteilen. Während der ersten Stufe wählt das Kind das Material aus. Es ist möglich, dass sich das Kind mehrfach anders entscheidet, es darf jedoch nicht gezwungen werden, sich mit einem bestimmten Spiel zu befassen. Hat das Kind sein Material gefunden, tritt es in die zweite Phase ein. In dieser Phase konzentriert es sich stark auf das gewählte Spiel und ist nicht durch Umwelteinflüsse abzulenken. Häufig beschränkt sich das Kind in dieser Phase auf eine einzige Übung, die dann wiederholt ausgeführt wird. Der dritte Schritt kommt, wenn das Kind freiwillig beschlossen hat, das Spielen mit dem Material abzubrechen. Oftmals konnte dann beobachtet werden, dass das Kind sehr zufrieden und ausgeruht wirkte. Trotzdem ist es wichtig, dem Kind auch nach der Konzentrationsphase Ruhe zu geben, damit das Gelernte verarbeitet werden kann.

Es ist wichtig, Kindern den Raum für die Konzentration der Aufmerksamkeit auf eine Sache zu geben, da sich so ihr Charakter formt und ihre Persönlichkeit ausgebildet wird.

Montessori Vorbereitete Umgebung

Posted in vorbereitete Umgebung von admin am 12. Mai. 2010

Maria Montessoris Konzept der vorbereiteten Umgebung hat eine Loslösung des Kindes vom Erwachsenen zum Ziel, damit eine selbstständige Entwicklung. Wichtig ist dabei ein Umfeld mit Aufforderungscharakter.

Die vorbereitete Umgebung ist ein zentrales Glied des pädagogischen Konzeptes Montessoris, ohne welches ihre Form der Erziehung und Bildung nicht denkbar wäre. Wichtiges Element ist eine den Verhältnissen und Bedürfnissen der Kinder angepasste Möblierung, welche von ihnen getragen werden kann, damit sie ihren Arbeitsplatz selbst wählen können. Dies hat ebenfalls den Nutzen, dass die Kinder lernen sich ihr Umfeld anzupassen, natürlich ohne Andere dabei zu stören oder gar auf deren Kosten einen Vorteil zu ziehen. Materialien befinden sich in kindlicher Augenhöhe, sind aber begrenzt vorhanden, was zum sparsamen Umgang animiert und ebenfalls die Absprache untereinander sowie den Gemeinsinn fördert. Die Kinder erlangen so die Fähigkeiten sich der für ihre Aufgabe nötigen Materialien im Vorfeld bewusstzuwerden, diese zu besorgen und an einem als optimal empfundenen Ort einzusetzen. Die vorbereitete Umgebung ist ästhetisch und elegant eingerichtet. Fragile Utensilien, wie Geschirr aus Porzellan, werden nicht ausgespart, was den behutsamen Umgang und das Wertempfinden der Kinder schult. Es ist natürlich nahezu unmöglich eben diesen vorsichtigen Umgang zu lernen, in einer Umgebung, welche keine Gegenstände enthält, die einer besonders vorsichtigen Behandlung bedürfen.

Die Vorbereitung dieser Umgebung ist, neben dem Tragen der Verantwortung, einer der wenigen Aufgaben der Erwachsenen. Den Kindern selbst ist der Erhalt ihres Lebens- und Arbeitsraumes in die Hände gelegt.

Maria Montessori Material

Posted in Materialien von admin am 1. Mai. 2010

Maria Montessori war eine italienische Ärztin, die eine besondere Pädagogik zur Förderung und Entwicklung von Kindern und Jugendlichen entwickelt hat. Die Pädagogik basiert vor allem auf dem Glauben, dass jedes Kind sich freiwillig und gerne mit neuen Dingen und Aufgaben beschäftigt und sich dadurch selbstständig entwickelt.

Damit diese Entwicklung möglich ist und optimal durch die Umwelt unterstützt wird, gibt es besonderes Maria Montessori Material, das die Kinder animiert neue Prozesse und Bewegungsabläufe zu probieren und dabei spielerisch zu lernen. Das Maria Montessori Material existiert dabei für nahezu jeden Lebens- und Lernbereich, ob Mathematik oder Geschichte, Kunst oder Sprache. Die Kinder verlieren durch ihr eigenständiges Arbeiten mit den Materialien die Angst vor den Themengebieten und sind offen für Neues. Wichtig ist, dass das Kind freiwillig wählen darf, wann es sich mit welchem Themengebiet beschäftigt. Erwachsene sollten nicht eingreifen, sondern dem Kind erlauben eigene Erfahrungen zu machen.

Ein bekanntes Beispiel für Maria Montessori Materialien sind die sind Perlenketten und Perlenbretter, mit denen das Kind das erste Mal in Kontakt mit Zahlen und Rechnen kommt. Durch das hin- und herschieben und dem aneinanderreihen von Perlen, wird einfach Addition und Subtraktion ungezwungen gelernt. Zusätzlich dazu können auch hölzerne Zahlentafeln verwendet werden, die dabei helfen, die mit Perlen dargestellten Aufgaben zu aufzubereiten und dem Kind somit ein Verständnis und Gefühl für Zahlen zu vermitteln.