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Kosmische Erziehung bei Montessori

Posted in Grundlagen von admin am 21. Jun. 2010

Kosmische Erziehung ist ein Begriff der Pädagogik nach Maria Montessori und wurzelt in der Welt antiker griechischer Denker. Er beschreibt die Wahrnehmung des Menschen als Teil eines großen Ganzen, als Mikrokosmos im Makrokosmos.

Diese Theorie bildet die Basis des schulischen Unterrichts an Montessori-Einrichtungen für die 6- bis 12-jährigen. Einer der Grundlagen der kosmischen Erziehung ist die Vorstellung eines kosmischen Planes, welcher vom Anbeginn allen Seins festgelegt ist und dessen Erfüllung die ureigene Aufgabe des Menschen darstellt. Bei der Erklärung des Ursprungs der Welt bedient sich die Montessori-Philosophie zwar religiöser Elemente, wie der Annahme der Existenz einer Gottheit, doch wird diese These den Kindern nicht aufgezwungen. Ein solches Vorgehen widerspräche auch den Grundsätzen der Montessori-Pädagogik. Ein Ziel der Pädagogik nach Montessori ist die Heranbildung des Kindes zu einem selbstständigen und selbstbestimmten Individuum, welches die Natur zur Kultur formt und natürlich die Verantwortung für sich und seine Umwelt trägt. Eine weitere Absicht ist die Entwicklung der Kinder hin zu einem Reifegrad, mit welchem sie frei getroffene Entscheidungen abwägen und verantworten und die in ihrer Zukunft wartenden Aufgaben meistern können. Die kosmische Erziehung fußt auf der Ansicht, dass der Mensch einen besonderen Status in der Schöpfung innehat. Durch die Begabung mit Intelligenz unterscheidet er sich vom Tier. Er ist sich seiner Handlungen und seiner Position im Kosmos bewusst, kann vielmehr noch diese aktiv beeinflussen und in gewissen Grenzen frei Wählen.

Ein zentrales Anliegen der kosmischen Erziehung ist die Entwicklung der Fähigkeit zur Nutzung des Intellektes. So greift Maria Montessori nach demselben Feuer wie einst Prometheus, um die Menschheit zu erhellen.

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