Die Stabile Phase
Mit jedem Tag entwickelt sich ein Kind weiter. Es lernt die verschiedenen Einflüsse einzuordnen und diese entsprechend zu werten und sich entsprechend dem Verhalten der anderen anzupassen. Es sind die unterschiedlichsten Dinge, die ein Kind lernt und auf welche es sich einstellen muss. Nach dem Ende der ersten Kindheitsphase, also im Alter von sechs Jahren, beginnt laut Maria Montessori ein neuer Lebensabschnitt. Die wesentlichen Prägungen hat das Kind bereits vor der bekannten Stabilen Phase erhalten und so bedarf es ab diesem Zeitpunkt einer entsprechenden Ausprägung und Weiterentwicklung der bisher erworbenen Fertigkeiten. Während seiner Entwicklung durchläuft ein Kind zum einen eine sensible und zum anderen auch eine sensitive Phase. Insbesondere für das Erlernen neuer Fertigkeiten handelt es sich hierbei um einen richtungweisenden Aspekt. Insbesondere in diesen Zeiten nimmt ein Kind besonders schnell Neuheiten und die verschiedensten Fertigkeiten auf. So handelt es sich hierbei um Momente in denen die Kleinen der Umwelt sehr aufgeschlossen gegenüberstehen. Vor allem bei Dingen, die das Kind besonders stark interessieren, bringt es ein sehr hohes Maß an Konzentration aus und kann sich so auch über einen längeren Zeitraum mit ein und demselben Gegenstand beschäftigen. In diesem Erkenntnisprozess lässt es sich in keiner Art und Weise von äußeren Einflüssen ablenken. Es sind vor allem diese Momente, die die Montessoripädagogik ausnutzt und im Gegensatz zu anderen Bildungseinrichtungen lassen sie dem Kind die Zeit, sich diesem Erkundungsgang voll und ganz hinzugeben. Laut Maria Montessori sind es diese Momente, die die Persönlichkeit eines jeden Kindes entscheidend prägen und fokussieren.
