Die Lehrenden lernen
Jedes Kind verspürt den Drang neue Dinge zu erlernen und die bisher erworbenen Kenntnisse auszubauen. So scheint es sich hierbei um eine Gegebenheit der Natur zu handeln, die auf dem Drang nach dem Erwachsenwerden beruht. Da jedes Kind jedoch nicht mehr nur über eigene Charakterzüge, sondern auch über ein individuelles Lerntempo verfügt, muss bei der Erziehung auf diese Besonderheit eingegangen werden.
Bei der Montessoripädagogik stehen das Kind, seine Individualität und der Eigenwert in dem Zentrum der Bildung und des Lernen. Auf Grund dessen ist von höchstem Wert, dass jeder Pädagoge in einem Montessorikindergarten oder einen solchen Schule auf das Kind eingeht und es lernt dieses zu verstehen. Demnach ist das Lernen der Lehrenden ein wichtiger Faktor in der Pädagogik von Maria Montessori.
Maria Montessori erlernte selbst im Laufe ihrer Arbeit Kindern zu fördern und auf sie und ihre Kenntnisse, Begabungen und Fertigkeiten einzugehen. All ihre Erfahrungen, die sie über Jahrzehnte sammelte, flossen in die Entwicklung einer eigenen Bildungsform ein. Die Pädagogen versuchen heute nicht mehr nur die Kinder wahrzunehmen, sondern sie zu verstehen. Hierfür setzen sie sich intensiv mit dem Charakter des Kindes und seinen Eigenheiten auseinander. Erst wenn sie diese erkannt haben, können sie sicherstellen, dass eine höchstmögliche Bildung garantiert wird.
Je nach den Interessen eines Kindes werden Lerninhalte auf dieses abgestimmt und so hält man sich in den Montessorikindergärten und Schulen nicht zwingend an das vorhandene Lehrmaterial. Vielmehr liegt es im Zentrum der Bemühungen, ein Kind auf dem höchstmöglichen Niveau auszubilden und ihm auf diese Art und Weise eine Perspektive für die Zukunft zu schaffen.
Maria Montessori – Eine Frau mit Visionen
Maria Montessori entwickelt sich im Laufe ihres Lebens von einer Frau zu einem Symbol und nicht zuletzt eben auch einem Hoffnungsträger.
Sicherlich steht die Maria Montessori in erster Linie für die gleichnamige Sonderform der Pädagogik, es ist aber auch der Mensch, der sich in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr zu einem Status entwickelt hat. So steht Maria Montessori schon lange für mehr, als wie die Montessoripädagogik.
Zweifelsohne war sie ein Mensch mit einem hohen Engagement in den verschiedensten Bereichen, aber auch eine Person, deren Herz mit Gutmütigkeit und Optimismus gefüllt war. Heute steht sie mehr und mehr für die erste Frau, die die Weiterentwicklung der Stellung der Frau einleitete. Mit ihrer Arbeit schaffe es Maria Montessori Akzente auf breiter Ebene zu setzen und trotz all der vorhandenen Kritik folge sie einmal mehr ihren Visionen und dem damit verbundenen Weg.
Eines der ersten Zeichen ihres Lebenswerkes ist das Casa dei Bambini, ein Kinderhaus in einem der größten Armenviertel von Rom. Diesem folgte eine Vielzahl von verschiedensten Projekte, die es zu einer großen Anerkennung bei den Menschen geschafft haben. Ähnlich wie der Mensch, der diese ins Leben gerufen hat, überzeugen die Kinderhäuser von Maria Montessori noch heute durch ein hohes Maß ein Einfühlungsvermögen und Gutmütigkeit. Obwohl Maria Montessori in einer massiven Kritik stand und ihre Pädagogik von den unterschiedlichsten Staatsregime verboten wurden, verfolgte sie ihre Ziele, ihre Visionen und opferte sich hingebungsvoll der Arbeit mit Kindern und der Stellung der Frau in der Gesellschaft des 20. Jahrhunderts.
Der Mensch und die Pädagogin Maria Montessori
Es gibt auf der Welt nur sehr wenige Menschen, die dem Namen Maria Montessori noch begegnet sind. Maria Montessori konnte sich zweifelsfrei einen Status erarbeiten und so handelt es sich um einen Menschen, der in aller Welt für Aufsehen sorgte.
Unaufhörlich setzte sie sich für die Bildung der Kinder aller Altersklassen ein. Das Ergebnis ihrer Arbeit ist ein Konzept, welches bis heute erhalten blieb. Maria Montessori ist sicherlich in erster Linie für die Montessoripädagogik bekannt. Zweifelsohne ist es aber auch der Mensch, der sich einen Namen machen konnte und so handelt es sich bei Maria Montessori um eine Senora, die vor allem von Frauen geschätzt und eben auch in gewisser Art und Weise geehrt wird. Nachdem sie im Jahr 1870 geboren wurde, gelang es ihr als eine der ersten Frauen in Italien ein Medizinstudium mit Promotion abzuschließen. In diesem Punkt handelte es sich auch für die Stellung der Frauen in der Gesellschaft um einen Meilenstein in der Historie. Während ihrer zahlreichen Reisen bemerkte man ein einzigartiges Engagement für die Rechte der Frauen und bei all ihren Rezessionen war die Achtung vor den Menschen- und Persönlichkeitsrechten spürbar.
Bei ihrer Arbeit auf einer psychiatrischen Station eines Krankenhause erkannt sie, dass den meisten Kindern ausschließlich eine individuelle Förderung für ihre Entwicklung fehlte. Nach dieser Erkenntnis arbeitete Maria Montessori fieberhaft an der Erstellung von Lehrmaterialien, die die Sinne der Kinder bilden und nicht zuletzt auch fordern sollte. Bis heute wird in den Montessori – Kindergärten und Schulen das Sinnesmaterial aus Überzeugung angewandt (Infos dazu gibts im: www.montessori-praxis-buch.de).
Montessori Erziehung - die wichtigsten Personen
Die wichtigsten Personen in der Montessori Erziehung erkennen Sie in dem Sie jetzt aufstehen, ins Bad gehen und in den Spiegel schauen. Wahlweise geht auch der Spiegel im Flur oder im Auto.
Ohne den Glauben der Eltern an das eigene Kind wird die Montessori Erziehung und Pädagogik nicht funktionieren. Wenn Sie jetzt sagen: “Ja das ist ja klar”, dann haben Sie schon einen großen Schritt in Richtung Montessori Erziehung gemacht. Trotzdem, bedenken Sie folgende Punkte:
- Die Montessori Erziehung gibt dem Kind großen Freiraum zur persönlichen Entwicklungen. Es ist aber kein antiautoritärer Ansatz; sondern ein eher demokratischer Erziehungsstil.
- Sie werden zusammen mit Ihrem Kind lernen Probleme und Schwierigkeiten zu diskutieren und Lösungen zu finden.
- Es wird passieren, dass Ihnen die Lernvortschritte Ihres Kindes zu langsam gehen. Das ist aber ganz normal und dafür wird Ihr Kind in einem anderen Lernbereich schneller lernen.
- Montessori-Kind sind durchgängig sehr wissensdurstig. Stellen Sie sich auf viele Fragen ein.
